Die richtige Einsteiger-Gitarre finden

Sobald man sich entschieden hat Gitarre zu lernen kommt auch schon die Frage nach der passenden Gitarre. Neu oder gebraucht, wie groß, wie teuer, akustisch oder doch elektrisch u.s.w.

Für den Anfang tut es so gut wie jede Gitarre, vorausgesetzt sie verdient diesen Namen. Meistens kennt man ja jemanden aus dem Bekanntenkreis, der irgendwo noch eine (hoffentlich gut erhaltene) Gitarre rumstehen hat und diese gerne für eine gewisse Zeit zur Verfügung stellt. Die optimale Lösung für alle, die zuerst mal probieren wollen ob das Instrument überhaupt zu ihnen passt.
Um es sich aber nicht all zu schwer zu machen sollte die Größe schon passen, vor allem bei Kindern.

Abstand nehmen sollte man aber von schwer bespielbaren Exemplaren, bspw. weil sich der Hals im Laufe der Zeit verzogen hat, oder auch von irgendwelchem Spielzeug für 16,90€ ausm Discounter. Man tut sich einfach keinen Gefallen und der Einstieg fällt einem deutlich schwerer. Und einigermaßen klingen soll sie ja auch.

Wer sich entschieden hat eine Gitarre zu kaufen hier ein kleiner Wegweiser:

Man unterscheidet zwischen einer Konzertgitarre (bespannt mit Nylonsaiten), einer Westerngitarre (Stahlsaiten) und einer E-Gitarre (nur sinnvoll wer auch wirklich E-Gitarre lernen möchte). Im Grunde kannst du mit jeder dieser Gitarren anfangen, die Hauptsache du kommst gut darauf zurecht!

Ausschlaggebend für das Zurechtkommen ist vor allem die Größe und die Bespielbarkeit der Gitarre

Konzertgitarren gibt es in vielen unterschiedlichen Größen.
Von einer 1/8 Gitarre bis 4/4 Gitarren sind alle möglichen Abstufungen und damit auch Altersklassen abgedeckt.

Anfänger starten sehr oft mit einer solchen Gitarre, da die Bespielbarkeit durch die eher weichen Nylonsaiten und das etwas breitere Griffbrett den ungeübten Fingern doch sehr entgegen kommt.
Konzertgitarren haben einen eher warmen und weichen Klang, der beim Zupfen seine Vorteile hat, beim Anschlagen von Akkorden (dem sog. Strumming) aber auch ein wenig „mumpfig“ rüberkommt.

 

Die sogenannte Westerngitarre hat zwar auch unterschiedliche Größen, das ist aber in der Regel bauartbedingt.
Eine Dreadnought (wohl die Mutter aller Westerngitarren) gibt es nicht speziell in Kindergröße, mal abgesehen von sogenannten Reisegitarren (Mini-Taylor etc.)
Ein 8jähriger, der unbedingt mit einer solchen Stahlsaitengitarre anfangen möchte, sollte sich vielleicht diese Teile mal anschauen.
Neben der Dreadnought gibt es noch viele andere Bauformen einer Stahlsaitengitarre, mal ist der Korpus kleiner, mal größer, mal flacher etc…

Stahlsaitengitarren klingen in der Regel sehr drahtig und brilliant (vorausgesetzt die Saiten sind nicht schon uralt) und sind für Gitarristen, die sich oder andere beim Singen begleiten wollen, die erste Wahl.
Für Anfänger auf Grund des harten Saitenzugs und den entsprechenden Druck, den die Finger ausüben müssen, anfangs oft etwas problematisch.

 

Die Größe einer E-Gitarre ist auch bauartbedingt, allerdings dürfte die Korpusgröße hier selten Probleme bereiten.
Kinderhände erreichen allerdings nur schwer die ersten Bünde, d.h. der Hals einer E-Gitarre ist für Kinder oft zu lang. Hier bieten manche Hersteller E-Gitarren mit kurzer Mensur an, diese funktionieren auch bei (nicht mehr ganz kleinen) Kindern sehr gut. Die Bespielbarkeit ist aufgrund der sehr dünnen Stahlsaiten zwar einfach, aber auch hier sind am Anfang kleinere Schmerzen aufgrund in die Finger schneidender Saiten für Anfänger nicht wirklich zu vermeiden.

Wer sich eine E-Gitarre anschaffen möchte, muss natürlich auch noch einen entsprechenden Gitarrenverstärker mit einplanen, ohne macht das keinen Sinn.

Egal für welche Gitarre du dich entscheidest, fahre ins nächste Musikgeschäft und lasse dich dort beraten. Die meisten Geschäfte bieten Anfänger-Sets (mit Tasche & Stimgerät) zu einem günstigen Preis an und du bist auf der sicheren Seite, sollte doch mal was mit deiner Gitarre nicht in Ordnung sein.

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